Aktion 2021

12.4.2021

von Kilian Brunn

Was zu tun ist richtig und gut?

Mit dem ins Land ziehenden Frühling wird sich wohl die Massenprotestbewegung gegen die Corona-Kampagne weiter etablieren. Daran teilzunehmen mag Ausdruck einer löblichen Grundbereitschaft zum Engagement gegen den heraufziehenden Totalitarismus vorstellen. Allein sind die Organisationen zur Massenbewegung sehr empfindlich gegen Störung und Illegalisierung.

Was in der gegenwärtigen Situation not tut ist die konsequente Verbreiterung der Basis: Jeder Mensch mit lebendige Willen und einer Stimme hat sich als politische Instanz zu begreifen, jeder noch-so-kleine Akt des Widerstandes hat sich als Ausdruck gemeinschaftlichen gesunden Menschenverstandes zu würdigen, jeder Widerstehende begreife sich als potentiellen Nukleus des sich formierenden gemeinschaftlichen Widerspruchs, als Beleg der gelingenden Überwindung der Herrschaft des Menschen über den Menschen.

Selbstredend gilt: „gemeinsam sind wir stark“; die sich darin ausdrückende Wahrheit ist aber nicht zu verwechseln mit dem „Trieb zur Herde“.

Eine Gruppe Entschiedener und Eigenständiger, eine Gemeinschaft Eigenwilliger und Eigensinniger mag niemals die Größe einer Herde erreichen können, aber sie ist vitaler, resilienter, kurzum: wirksamer.

Die Illegalisierung grundlegendster Menschrechte lässt erahnen, wohin die Reise wohl geht; jedem Unvoreingenommenen ist klar: es winkt die vervollkommnete Totalitarität. Es wäre naiv, anzunehmen, dass dieses sich hygienisch gerierende Diktat nur eine Episode gewesen sein wird; vielmehr ist sie Auftakt und Zäsur.

Ebenso naiv wäre es, anzunehmen, dass der Subversion durch künstlerischen Protest im öffentlichen Raum nicht eine forcierte Illegalisierung bevorsteht. Daher erachtet es Aktion-Eigensinn als opportun – neben der Durchführung legalisierter Protestaktionen – ein verstärktes Augenmerk auf die Dokumentation von widerständigen Handlungen, Kundgebungen zu legen; hier und in Kürze.